5. Innehalten

Einen Moment zum Innehalten finden.  Anhalten für einen Augenblick. Durchatmen. Pause.
Stille für einen kurzen Zeitraum. Das kann gelingen, wenn ich z.B. den Atem beobachte.
 
Ich atme ein - ich atme aus – ich nehme den winzigen Moment der Atempause wahr, der sich nach dem Ausatmen einstellt.
Ich lenke meine Aufmerksamkeit auf diese Atempause
Ich werde still

Eine Übung, die sich besonders gut beim Warten eignet, ob im Supermarkt in der Schlange, im Auto vor der Ampel oder gar im Stau, an der Haltestelle für Bus, Zug, S-Bahn, im Wartezimmer bei Ärzten, Behörden usw.

Und wer sich einen längeren Zeitraum der Stille gönnen möchte, kann diese Übung ausdehnen, zeitlich. Die dunklere Zeit des Jahres eignet sich vielleicht ganz besonders. Sich für eine halbe Stunde Zeit für sich nehmen, anstelle zu jammern, dass es so früh dunkel wird, es oft so trüb ist den ganzen Tag. Mal ganz ohne Impulse von außen, zuhause, für sich. Sich zurückziehen. Mit sich selbst sein. Die Gedanken beobachten, vorerst ohne sich darauf einzulassen. Gedanken vorüberziehen lassen. Aussteigen aus dem Alltagstreiben. Ruhig werden.

Bis ein Innehalten wirklich möglich ist, wird es Übung brauchen. Es ist ein Training, genau so wie  im Sport trainieren, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Nur dieses Training hat keinen Ehrgeiz. Es dient dem ganz persönlichen Wohlfühlen.

Mit der Ruhe kann die Energie wieder kommen. Vielleicht ein Lächeln. In jedem Fall Stress reduzieren. Und möglicherweise stellen sich später sogar Ideen ein für Lösungen von Problemen, die bisher in weiter Ferne erschienen.

Tel-Nr. 06155/868875 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!